Museum

Rieser in Amerika

Das Ries hatte um 1850 rund 32.000 Einwohner. über 1.330 davon verließen ihre Heimat Richtung Nordamerika. Dort erhofften sie für sich freie Berufswahl und persönliche Entfaltungsmöglichkeiten Religionsfreiheit und eine demokratische Verfassung, Landbesitz und Wohlstand. Abgesehen von länderunabhängigen Unglücks- und Todesfällen machten die meisten Rieser in bescheidenem Rahmen ihr persönliches Glück. Ihre kulturelle Eingliederung hat alltägliche Züge: Freunde und Schule, Beschäftigung auf der Farm, Militärdienst im Bürgerkrieg, Heirat und Familiengründung. Dennoch beeinflussten sie zusammen mit anderen Einwanderern Geschichte, Politik und Alltagsleben. Sie wurden Teil der amerikanischen Kultur und Gesellschaft, einem dynamischen, politisch und sozial erst entstehenden Land. So finden sich Kinder und Enkelkinder Rieser Einwanderer als englisch sprechende amerikanische Staatsbürger in einem Football-Team wieder. Stolz und emotional nehmen ihre Nachfahren heute noch ihre Rieser Herkunft wahr. Was die amerikanische Unabhängigkeitserklärung von 1776 in dem "Streben nach Glück" als Menschenrecht forderte und in der Verfassung garantieren wollte, das lebten deutsche Emigranten - wenn auch zumeist mit kleinen Erfolgen.

 

 

 

Neues

    • Lapidarium

      Im Reihl-Haus zeigen Steindenkmäler wie z.B. der römische Weihestein Nördlinger Geschichte.  Besichtigung im Rahmen einer Stadtführung. Buchung Tourist-Info Tel. 09081/84-216.

    • Sebastian Taig

      Sebastian Taig ist neben Herlin und Schäufelin der dritte große Nördlinger Künstlername. Den Bericht über die jüngste Forschungsarbeit finden Sie hier.

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