Museum

Oskar Mayer aus Kösingen (1873)

Der gemeinhin berühmteste Auswanderer aus dem Ries war ohne Zweifel Oskar Mayer (*1859), der - geboren in Kösingen und aufgewachsen in Mönchsdeggingen - eine Metzgerlehre in Nördlingen absolvierte. Mit der Familie seines Vetters Johann Schroll wanderte Mayer aus wirtschaftlichen Gründen 1873 aus. Die Familie zog zunächst nach Detroit, später nach Chicago, wo sie einen Metzgereibetrieb pachtete. 1883 gründete Oskar seinen eigenen Betrieb "Oskar Mayer & Bro.", zusammen mit seinem nachgereisten Bruder Gottfried. Oskar Mayers Betrieb expandierte nach und nach, bis er bei seinem Tod 1955 einen Umsatz von 300 Millionen Dollar erreicht hatte. Die Firma umfasste neben dem Stammwerk in Chicago sechs Zweigbetriebe sowie 24 Verteilerzentralen. Mit dem sog. "Wienermobil" startete Mayer einen epochalen Werbefeldzug. Obwohl die Firma 1981 Teil des "Kraft Food"-Konzerns wurde, kann, der 1998 2,5 Billionen Dollar umsetzte, heute noch jedes Kind in Amerika den Wiener-Song von "Oscar Mayer" pfeifen. Oskar Mayer erinnerte sich immer gern an seine Heimat und hielt engen Kontakt. 1899 stiftete er der Kirche in Mönchsdeggingen eine Orgel. In Nördlingen legte er 1926 mit einen Betrag von 500 Dollar den Grundstock für die Knabenkapelle.

Neues

    • Bierbrauen&Trinken

      Bierbrauen&Trinken  Hier gelangen Sie zur interaktiven Wirtshauskarte. Historische Wirtshäuser und Brauerein in der Geschichte Nördlingens  

    • Lapidarium

      Im Reihl-Haus zeigen Steindenkmäler wie z.B. der römische Weihestein Nördlinger Geschichte.  Besichtigung im Rahmen einer Stadtführung. Buchung Tourist-Info Tel. 09081/84-216.

    • Sebastian Taig

      Sebastian Taig ist neben Herlin und Schäufelin der dritte große Nördlinger Künstlername. Den Bericht über die jüngste Forschungsarbeit finden Sie hier.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok Ablehnen