Museum

Vettern Waitzfelder aus Mönchsdeggingen

Protestantische, katholische und jüdische Rieser wanderten im 19. Jahrhundert in der Regel wegen besserer wirtschaftlicher Möglichkeiten nach Nordamerika aus. Besonders hohen Auswanderungsdruck verspürte besonders bis 1860 jedoch die jüdische Bevölkerung, die durch das "Judenedikt" vom 10. Juni 1813 bis zu dessen Aufhebung 1861 in ihren Freiheiten stark eingeschränkt war. Einschneidend war vor allem Paragraph 12: "Die Zahl der Juden-Familien an den Orten, wo sie dermal bestehen, darf in der Regel nicht vermehrt werden, sie soll vielmehr nach und nach vermindert werden, wenn sie zu groß ist." Damit waren junge Menschen - ohne gesetzlich garantiertes Heimatrecht - häufig zum Wegzug oder zur Auswanderung gezwungen. So verließen auch die Vettern Ezekiel (19) und Michael (15) Waitzfelder um 1830 ihren Heimatort Mönchsdeggingen und siedelten sich in Milledgeville/Georgia an. Sie eröffneten dort einen "Dry Goods & Clothing Store" und gründeten 1844 die 'Milledgeville Manufacturing Company', in der sie vor allem Wollstoffe herstellten. Während des Bürgerkriegs (1861-1865) erhielten sie einen Regierungsvertrag zur Uniformproduktion für die konföderierten Soldaten und expandierten mit Hilfe weiterer Neffen aus Mönchsdeggingen.

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