Museum

Überfahrt und Ankunft in Amerika

Jeder Auswanderer stand vor einer langen und teuren Reise: Ab 1849 von Nördlingen aus mit der Eisenbahn zum Hafen, bis in die 1860er Jahre auf Segelschiffen in die neue Welt. Die Passage konnte 100 Tage dauern. Sie war ermüdend, strapaziös und manchmal lebensgefährlich. Dampfschiffe waren zunächst kaum komfortabler, aber dafür mit ca. zwei Wochen Reisezeit billiger und schneller. Dennoch kostete die Fahrt im Zwischendeck der 3. Klasse in der Regel einen Jahresverdienst. Nur wenige konnten sich Kabinen leisten. Die Rieser Schiffspassagiere gingen meist in Bremen an Bord und in New York an Land. Erste Station war Castle Garden, seit 1892 Ellis Island, eine künstliche Insel südöstlich von Manhattan. Bis zu 5.000 Personen wurden dort täglich abgefertigt. Für rund 1 % endete hier die Reise. Sie wurden aufgrund der Einreisebestimmungen abgewiesen. Viele Auswanderer erscheinen ein letztes Mal auf der Passagierliste bei der Ankunft. Danach trennen sich die Wege und jeder versucht sein Glück im Land der Freiheit. In den niedrigen Zwischendecks herrschte Enge und schlechte Luft durch die sich ausbreitende Seekrankheit. Essen musste anfangs selbst zubereitet und im eigenen Geschirr gegessen werden. Langeweile und Anspannung führte zu Konflikten, fehlende Hygiene zu Krankheiten.

Neues

    • Bierbrauen&Trinken

      Bierbrauen&Trinken  Hier gelangen Sie zur interaktiven Wirtshauskarte. Historische Wirtshäuser und Brauerein in der Geschichte Nördlingens  

    • Lapidarium

      Im Reihl-Haus zeigen Steindenkmäler wie z.B. der römische Weihestein Nördlinger Geschichte.  Besichtigung im Rahmen einer Stadtführung. Buchung Tourist-Info Tel. 09081/84-216.

    • Sebastian Taig

      Sebastian Taig ist neben Herlin und Schäufelin der dritte große Nördlinger Künstlername. Den Bericht über die jüngste Forschungsarbeit finden Sie hier.

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