Aktuelles  

    • Sebastian Taig

      ist neben Herlin und Schäufelin der dritte große Nördlinger Künstlername. Den Bericht über die jüngste Forschungsarbeit finden Sie hier.

    • "Wir sind stolz, Zigeuner zu sein"

      Die Journalistin Angela Bachmair dokumentiert die Lebenserinnerungen Anna Reinhardts aus Nördlingen. Erhältlich im Stadtmuseum und im Buchhandel.

    • Kantz sucht Cantz

      Der Moderator Guido Kantz suchte fand mithilfe des WDR-Filmteams seinen Urahn im Stadtmuseum. Dort ist auf einer Tafel des ehem. Hochaltars von St. Salvator von 1518 der Nördlinger Reformator Caspar Cantz zu sehen.

   

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Privatfotos Nördlinger Soldaten aus dem 1. Weltkrieg 1914–1918

Am 4. August 1914 brach mit der deutschen Invasion in Belgien der Erste Weltkrieg aus. Vier Jahre später, am 11. November 1918, schwiegen die Waffen. Zwischen dem Ausbruch des Krieges und der Unterzeichnung des Friedensvertrages von Versailles am 28. Juni 1919 gab es weltweit Millionen Tote zu beklagen.

Genauso wie viele andere deutsche Männer zogen zu Kriegsbeginn auch die Nördlinger optimistisch ins Feld. Die Anteilnahme der Daheimgebliebenen am Kriegsgeschehen war groß. Allerorten prangten patriotische Motive und Soldaten schickten im Bewusstsein, eine bedeutende Zeit zu erleben, Erinnerungsstücke von der Front nach Hause.

Auch von amtlicher Seite her bemühte man sich in Nördlingen offensichtlich um eine Sammlung kriegsrelevanter Dokumente. In Kartons eingelagert, fanden sich im Stadtmuseum Nördlingen neben Flugblättern, Schützengrabenzeitungen und Kartenmaterial zahlreiche Fotografien aus dem französischen Frontgebiet. Anhand dieser Aufnahmen kann man den Nördlinger Soldaten auf ihrem Weg “in Feindesland” folgen. Mit einfachen Kameras fotografierten u.a. der Kaufmann und freiwillige Sanitäter Hermann Strauß (*1893) sowie der Apotheker und Heimatforscher Dr. Ernst Frickhinger (1876-1940) ihren Kriegsalltag und die verwüsteten Regionen in Lothringen, Nord-Pas-de-Calais, Picardie, Artois und in Belgien zwischen 1914 und 1918. Die Bilder stellen heute ein unmittelbares Zeugnis unvorstellbarer Zerstörung dar.

Die Ausstellung zeigt 72 Fotografien, die mit deutschen und französischen Untertiteln versehen sind.